SPAM Musik Magazin, The Shins, Heartworms, Ulrike Rechel, Schädel, Totenkopf, Psychedelisch

The Shins

THE SHINS

HEARTWORMS

(Aural Apothecary)

 

Fünf Jahre Pause zwischen Alben ist heute ganz gewöhnlich geworden: LängereSPAM Musik Magazin, The Shins, Heartworms, Ulrike Rechel, Schädel, Totenkopf, Psychedelisch Zäsuren stehen als Indiz dafür, dass die Major-Musikindustrie längst nicht mehr den Taktschlag der Musik kontrolliert. So haben sich auch The Shins ganze fünf Jahre für ihr fünftes Album Zeit gelassen. Bandkopf James Mercer war zwischenzeitig freilich nicht faul, legte im Vorjahr ein weiteres Album mit seinem Nebenprojekt The Broken Bells mit Danger Mouse vor. Die von Leistungsdruck befreite Arbeitsweise mag die Leichtigkeit der von Mercer allein geschriebenen und produzierten neuen Shins-Songs erklären. Die Stimmung ist entsprechend optimistisch, „Name For You“ etwa setzt zu Beginn den melodiebetonten Grundton – man erinnert sich sofort wieder daran, warum die Band für viele Indiefans einen ähnlichen Stellenwert hat wie Weezer in den Neunzigern. Noch etwas unverbunden wirken die ersten psychedelisch umwobenen Songs zwar, doch die Platte fasst schnell Fuß und liefert mit Songs wie dem gewinnenden Country-Singalong „Mildenhall“ oder dem in Retro-60s-Beat getauchten Titelstück eine Menge herzwarmer Psych-Pop-Perlen. Somit gelingt es „Heartworms“ souverän, an die besten Zeiten der Indie-Veteranen Anfang der Nullerjahre anzuknüpfen.

Jetzt reinhören!

//Ulrike Rechel