SPAM Musik Magazin Ausgabe eins: Review The Hidden Cameras - Home on native Land

The Hidden Cameras

The Hidden Cameras

Home On Native Land

(Outside Music)

Nach vielen Jahren in Berlin ist Joel Gibb zurück in seiner Heimat Kanada. Die SPAM Musik Magazin Ausgabe eins: Review The Hidden Cameras - Home on Native LandRückkehr nach Nordamerika reflektiert der Kopf der Hidden Cameras mit einem Album, durch den ein warmer Hauch Country und Folk weht. Damit ist er weit weg vom popaffinen Vorgänger „Age“ mit seinen synthbetonten Gay-Club- und Gothic-Sphären. Auf „Home On Native Land“ sind dagegen Slide-Gitarre und Banjo zentral, die warme Begleitung um Piano, Vokalharmonien, Streicher und weiche Bass-Melodien klingt so, als stamme sie von einer blind eingespielten Truppe. Durch die gebündelte „Brokeback Mountain“-Harmonie – in der Kollektion finden sich auch Coverversionen von Klassikern wie Tim Hardins „Don’t Make Promises“ oder der Soul-Ballade „Dark End Of The Street“ – klingt eine Sehnsucht nach Verortung und Identität an, dabei deutet die Intimität der Arrangements auch die Zerbrechlichkeit des Heimat-Konstrukts an, an der sich ein queerer kreativer Geist wie Joel Gibb stets gerieben hat. Das Album endet eindringlich mit den Perlen „Had A Feeling Bout You“ und „Twilight Of The Season“ – zwei Trennungssongs in Gestalt harmoniesatter Sing-alongs. Country war für solchen Stoff schon immer ein guter Boden.

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//Ulrike Rechel

(Outside Music)