SPAM! Musik Magazin Ausgabe 2: Review, Pavo Pavo, Young Narrator In The Breakers

Pavo Pavo

Pavo Pavo

Young Narrator In the Breakers

(Bella Union)

Hoffentlich hat Sean O´Hagan (High Llamas) in seinem SPAM! Musik Magazin Ausgabe 2: Review, Pavo Pavo, Young Narrator In The BreakersFreundeskreis jemanden, der ihm „Young Narrator in the Breakers“ zu Weihnachten geschenkt hat! Gleiches wäre übrigens auch Brian Wilson und Jeff Lynne zu wünschen. Womit das Feld, das dieses eigenwillige US-Quintett aus klassisch ausgebildeten Musikern bestellt, schon einigermaßen abgesteckt wäre. In der aktuellen Ausgabe des „Spex“ macht man sich über den durchaus eigenwilligen Look des Quintetts als „Gewerkschaftstreffen von Berliner Baristas“ charmant lustig, findet für die verschroben retrofuturistischen Sounds von Pavo Pavo aber leider keine passenden Referenzen, weil die klassische Ausbildung und deren Praxis (Stichwort: „Post-Minimalism“) die Sicht verstellt. Dabei ist doch alles ganz einfach: man stelle sich einfach eine Mischung der High Llamas und des Electric Light Orchestras vor, die sich noch einmal am Sound von „Pet Sounds“ versucht und dabei auf Tracks wie „A Quiet Time with Spaceman Sputz“ oder „2020, We´ll Have Nothing On“ kommt, die auch genau so klingen. Anders formuliert: hätte es diese famose Band nicht so mit Watte, könnte man auch noch Pere Ubu der Phase „Dub Housing“ hinzufügen. Aber hört doch selbst: die Hits heißen „Ran Ran Run“ und insbesondere „No Mind“. Ein kleines Pop-Wunder!

Jetzt reinhören:

//Ulrich Kriest