SPAM! Musik Magazin Ausgabe 2: Review, J Boog, Wash House Ting

J Boog

J Boog

Wash House Ting

(Wash House Music Group)

J Boog ist zurück. Seit seinem Debütalbum „Hear Me Roar“ im Jahr 2007 hat sichSPAM! Musik Magazin Ausgabe 2: Review, J Boog, Wash House Ting der gebürtige Kalifornier mit der rauchigen Stimme zu einem der wichtigsten Namen in der Reggae-Szene entwickelt. Neun Jahre später veröffentlicht er nun sein drittes Studioalbum „Wash House Ting“. Aufgeteilt in Liebeslieder und politisch motivierte Songs, geht es ihm wie immer um love & positivity. Bereits die ersten Titel zeigen eine klare Message: Love over everything. Musikalisch ist es nach wie vor die Mischung aus seichtem Roots Reggae, Hip Hop und R&B. Hin und wieder pustet mal ein leicht billig klingender Synthesizer durch, bis auf wenige Songs wie „Sweet Love“ oder „I Got You“ wird der klassische Reggae Riddim nicht unterbrochen. Und hier zeigt sich die große Schwachstelle des Albums. Die Klischees wollen gefallen. Es ist ein perfekter Zuschnitt auf die Mainstream Reggae Szene. Angefangen von seichten politischen Statements wie „this system vex my soul“, über klassische Kalendersprüche wie „don’t worry about things you can’t control“, bis zu dem obligatorischen Kiffertrack „Blaze It For Days“, natürlich der einzige Dub, findet jeder, was er braucht. Zielgruppe: Amerikanische Highschool Rastas aus gutbürgerlichen Verhältnissen. Es fehlen tiefschürfende Einsichten, konkrete politische Kritik und ein frischer Sound. „Wash House Ting“ funktioniert im Waschsalon, nur leider nicht für die Ewigkeit.

Jetzt reinhören:

//Felix Unger