SPAM! Musik Magazin Ausgabe 2: Review, Gropper, Graupe, Lillinger, Riot

GROPPER / GRAUPE / LILLINGER

Gropper / Graupe / Lillinger

Riot

(WhyPlayJazz)

Not a kid anymore? Also mir persönlich hat der Bandname SPAM! Musik Magazin Ausgabe 2: Review, Gropper, Graupe, Lillinger, RiotHyperactive Kid immer gut gefallen, weil man da wusste, was man an Musik bekommen würde: Nervös-urbane Improvisationsmusik mit einer spürbaren Abneigung gegen Langeweile. Gropper / Graupe / Lillinger klingt dagegen etwas unsexy nach Jazz, nach gleichberechtigtem Trio, aber bitte: die Herren sind mittlerweile auch keine 18 mehr und nach 14 Jahren Bandgeschichte vielleicht auch etwas gesetzter. Andererseits ist da „Riot“, das erste Album der „band formerly known as Hyperactive Kid“ – und „Riot“ klingt so, wie man sich politische Instrumentalmusik in unruhigen Zeiten vorstellt oder wünscht. Durchtrainiert und kompromisslos mit Titeln wie „Sale“, „People Over Profit“, „Obstacle“ oder „Ignorance“. In einem Radio-Interview hat sich Schlagzeuger Christian Lillinger einmal dazu geäußert, gegen was sein Beat sich richte: „Gegen den Neoliberalismus!“ Da kam der Moderator, der eher mit der Antwort „Mainstream“ rechnete, ganz schön ins Schwimmen. So präzise benannt will man das gar nicht wissen von den Künstlern. Kennt man ja vom Jazz hierzulande auch nicht, wo gerne über Gagen, Subventionen und Exportförderung gejammert wird.

Jetzt reinhören:

//Ulrich Kriest