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Erland Dahlen

ERLAND DAHLEN

CLOCKS

(Hubro)

 

Bei Uhren und Zeit denkt man immer zuerst an Pink Floyds schwer zu SPAM Musik Magazin, Erland Dahlen, Clocks, Wolf Kampmann, Himmel, Bäume, Wald, Eule, Hubro, Straße, Autobahnübertreffenden Song „Time“ vom Album „The Dark Side Of The Moon“. Der norwegische Schlagzeuger Erland Dahlen durfte schon viele Erfahrungen mit Musik in Cinemascope sammeln, unter anderem in den Bands von Nils Petter Molvaer und Eivind Aarseth oder in der stilprägenden norwegischen Prog-Blues-Band Madrugada. „Clocks“ ist sein drittes Klanggemälde unter eigener Regie. Dahlen bedient in Echtzeit einen gigantischen Klangfundus von allen nur denkbaren Schlaginstrumenten, Glocken und Xylophon über Synthesizer und elektrischen Gitarren bis hin zu singender Säge, Messer und Gabel, nicht zu vergessen eine LKW-Ladung zischender Distortion. Aus alledem erwächst ein gewaltiges postindustrielles Low-Tempo-Klangpanorama, das den Vergleich mit den Sound-Epen von Pink Floyd oder Pat Metheny nicht zu scheuen braucht. Erfreulich ist daran, dass es niemals zur Nabelschau kommt. Dahlen will nichts vorführen, sondern erzählen. Das Element Zeit zieht sich durch alle Stücke. Oft hat man das Gefühl, statt eines Beats einem alten, ausgedienten Uhrwerk ganz leise beim letzten Ticken zuhören zu dürfen. Die Botschaft ist unüberhörbar: Unsere Zeit läuft ab. Der wabernde, wuchernde, läutende und klopfende Sound von „Clocks“ verdichtet sich zu einem großen Stück Musik, das trotz des kleinen Insider-Labels auf breiter Ebene Gehör finden wird.

 

//Wolf Kampmann