SPAM Musik Magazin Ausgabe eins: Review Donny McCaslin - Beyond Now

Donny McCaslin

Donny McCaslin

Beyond Now

(Motéma Music)

Donny McCaslin war der Name, den man googlen musste, als es hieß, David SPAM Musik Magazin Ausgabe eins: Review Donny McCaslin - Beyond NowBowie habe für sein letztes Album „Blackstar“ ein paar echte New Yorker Jazzer ins Studio eingeladen. „Blackstar“ sorgte seinerzeit für Furore – und verschwand blitzschnell und recht spurlos wieder in den Archiven. Den auch schon 50-jährigen McCaslin und seinen kraftvoll ausladenden Saxophon-Ton – irgendwo zwischen Coltrane und Michael Brecker liegend – kann man von Steps Ahead oder seiner Arbeit in Maria Schneiders Jazz Orchestra kennen. „Beyond Now“ hat mit dem Keyboarder Jason Lindner, dem Bassisten Tim Lefebvre und dem Schlagzeuger Mark Giuliana weitere Musiker aus der „Blackstar“-Session dabei, überdies werden zwei Bowie-Kompositionen („A Small Plot Of Land“ und „Warszawa“) gecovert, und zudem ist das Album auch noch Bowie gewidmet. Was McCaslin und seine Band hier anbieten, ist eine wuchtige und mitunter recht grobmotorische Mischung aus jazzigem Pop oder Fusion-Jazz-Pop, der sich betont modern gibt und auf Effekt produziert ist. Leider fehlt es den Kompositionen zumeist an Substanz, weshalb das etwas alberne Powerplay von Tracks wie „Shake Loose“ oder „Faceplant“ leider in eine ästhetische Leere führt.

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//Ulrich Kriest