SPAM Musik Magazin Ausgabe eins: Review Brandt, Brauer, Frick - Joy

Brandt Brauer Frick

Brandt Brauer Frick

Joy

(Because)

Das Berliner Trio Brandt Brauer Frick hat mehr als irgendjemand sonst dafür SPAM Musik Magazin Ausgabe eins: Review Brandt Brauer Frick - Joydigetan, technoide Musik analog von Hand zu spielen. Doch sie sind längst davon abgekommen, irgendwas beweisen zu müssen. Ihre Erfahrungen mit diesem Reverse Engineering genannten Prozess und akustischer Kammermusik verbinden sie auf ihrer neuen Platte mit gehörigem Pop-Appeal, der auch gern elektronisch sein darf. Überhaupt geht es nicht um die Wahl der Mittel, sondern einzig um  Song. Vieles erinnert an die mittleren Depeche Mode, nur dass bei Brandt Brauer Frick eben doch eher die ausgefeilten Orchestrierungen im Gedächtnis bleiben als die vokalen Melodien und der zuweilen nervöse Sprechgesang. Nichts desto Trotz haben sie Mut zur Asymmetrie. Die Songs grooven zwar, sind aber doch irgendwie zu introvertiert, um clubtauglich zu sein, wobei man einem Song wie „Society Saved Me“ eine gewisse hypnotische Wirkung nicht absprechen kann. Anderes wirkt kalkuliert unbeholfen. Es ist eine Art elektroakustischer Kunstmusik zwischen Klassik, No Wave und Techno, bei der die Synapsen mittanzen dürfen. So klingen die Berliner am Ende wie die orchestralen Cousins des Animal Collectives.

Jetzt reinhören! 

//Wolf Kampmann