SPAM! Musik Magazin Ausgabe 2: Review, Arne Jansen Trio, Nine Firmaments

Arne Jansen Trio

Arne Jansen Trio

Nine Firmaments

(Traumton)
Der Berliner Gitarrist Arne Jansen kennt keine Eile. Er ist permanent am Musizieren, sieht es aber nicht als seine SPAM! Musik Magazin Ausgabe 2: Review, Arne Jansen Trio, Nine FirmamentsAufgabe an, die Musikwelt Jahr um Jahr um ein weiteres Album zu bereichern. Wenn es ihn dann doch mal ins Studio treibt, dann weil er nicht mehr anders kann. Und wenn es so weit ist, hat er auch was zu erzählen. Kaum hebt er zu spielen an, scheint sich in der Kuppel eines Planetariums der Sternenhimmel auszubreiten. Er nimmt uns mit in ferne Welten, zu denen nur er uns Zugang gewähren kann. Überhaupt ist Zugang bei Jansen keine Floskel, sondern es gelingt ihm, zugleich komplex, kosmisch und zugänglich zu sein, und das, obwohl er seine Nähe zum Jazz keineswegs verleugnet. Jansen strapaziert seine sechs Saiten zwar nicht zu knapp, und doch wird er auch zum Sänger auf der Gitarre. Seine Mitspieler Robert Lucaciu (Bass) und der wie immer umwerfend interagierende Eric Schaefer (Schlagzeug) brechen komplett aus dem Jazz-Gehege aus und verwandeln sich in eine treibende Rockband. Dazu müssen sie nicht einmal rockig aufspielen. Die Haltung gibt Ton und Groove an. Jansen ist ein sanfter Freidenker, der im Dienste des Hörers jeder kategorischen Umklammerung entflieht.

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//Wolf Kampmann